Planungsverband

Es gibt viele Akteure, die auf die Entwicklung des Raums einwirken: Der Staat lässt überörtliche Straßenverbindungen, Eisenbahnen und Wasserwege bauen, private Unternehmen errichten Leitungsnetze zur Versorgung mit Gas und Strom, Wasserverbände solche für Trink- und Abwasser. Kommunen planen Gebiete für den Neubau von Wohnungen oder die Ansiedlung von Gewerbebetrieben. Landwirte benötigen Flächen, um die Bevölkerung mit Nahrung und nachwachsenden Rohstoffen zu versorgen, Naturschutzbehörden und –verbände sichern wertvolle Refugien der natürlichen Umwelt für kommende Generationen. Die Raum beanspruchenden Aktivitäten sind also vielfältig – doch wer koordiniert diese? Wer trifft Festlegungen, wenn geplante Nutzungen in Konflikt zueinander geraten können?

Dies ist unter anderem Aufgabe der Regionalen Planungsverbände. Sie stellen Regionalpläne auf, in denen diese unterschiedlichen Nutzungsinteressen und –ansprüche zusammengeführt und zu einem Ausgleich gebracht werden. Dazu dient ein umfangreiches Planverfahren, im Zuge dessen eine Abstimmung mit allen Behörden, Trägern von Infrastrukturmaßnahmen, Verbänden und der Öffentlichkeit erfolgt.